orginal Vorarlberger Riebel

So schmeckt Vorarlberg: Eine kulinarische Entdeckungsreise

Aktuelles, Kulinarik, Tipps

er seinen Vorarlberger Urlaub im Montafon verbringt, kommt am Riebel oder auch Brösel genannt nicht vorbei. Dieses einfache Maisgericht ist eine beliebte Mahlzeit in Vorarlberg. In diesem Artikel verraten wir Ihnen wertvolle Tipps und das beste Rezept für die Zubereitung.

Die Geschichte hinter dem Vorarlberger Riebel

Der Vorarberger Riebelmais war damals der erste Speisemais nördlich der Alpen und prägte die Kultur der Grenzregion. Ursprünglich stammt die Maissorte aus der Schweiz, fand aber schnell ihren Weg ins Rheintal und in den Bregenzerwald. Unter dem Namen Türken oder Türkensterz bekannt, war der Grießbrei über Jahrhunderte hinweg das wichtigste Frühstück für arme Leute. Heutzutage schätzen Feinschmecker in Österreich die Qualität dieser alten Maissorte. Wer die Kulinarik des Landes verstehen will, muss echten Vorarlberger Riebelmais probiert haben.

Das klassische Rezept für den Vorarlberger Riebel

Für die traditionelle Zubereitung benötigen Sie nur wenige Zutaten. Dieses Rezept ist für zwei Portionen und erfüllt höchste Ansprüche. Für viele Vorarlberger Familien ist dieses Rezept ein Gruß aus der Vergangenheit.

Die Zutaten auf einen Blick:

  • 300 g originaler Riebelgrieß (feiner Maisgrieß)
  • 500 ml Milch
  • Eine Prise Salz
  • 40 g frische Butter
  • 60 g Butterschmalz zum Anbraten
  • Zucker und Zimt zum Bestreuen

Zubereitung in der Bratpfanne

Bringen Sie zuerst die Milch mit der Butter und einer Prise Salz im Topf zum Kochen. Lassen Sie den Riebelgrieß langsam einrieseln und rühren Sie um, bis eine dicke Masse und ein dicker Brei entsteht. Sie müssen so lange weiterrühren, bis sich die Grießmasse vom Pfannenboden löst. Dann die Grießmasse mit dem Kochlöffel unter ständigem Rühren und Stochern ausdampfen lassen, damit die Masse leichte Klumpen bildet. Etwas Butter dazu geben und diese dann weiter rösten, bis die Klumpen zu den typischen „Brösel“ zerfallen und eine goldbraune Färbung erhalten.

Wie man den Riebel richtig serviert

Am besten schmeckt der Riebel, wenn du ihn warm direkt aus der Pfanne servierst. Die absoluten Klassiker dazu sind frisch angerührtes Apfelmus oder eine feine Prise Zimt und Zucker. Alternativ passen auch Zwetschkenröster oder anderes Kompott hervorragend.
Wer es lieber herzhaft mag, brät den Riebel einfach mit kräftigem Käse an – diese pikante Variante ist besonders im Rheintal und in den alpinen Regionen ein echter Favorit. Für eine besonders cremige Note rühren manche zum Schluss noch etwas Schlagobers unter.
 

Riebel, der knackt

Moderne Riebel-Kreationen für Genießer

Dass der traditionelle Vorarlberger Riebelmais auch heute noch modern interpretiert werden kann, beweisen die innovativen Riebel Chips der Firma Dietrich. Diese knusprige Spezialität wird aus originalem Riebelmais hergestellt und fängt den authentischen Geschmack der Region perfekt ein. Ob zum Kaffee am Nachmittag oder als feine Jause am Abend – ein Snack mit echtem Heimatgefühl.

Kulinarische Tradition im Hotel Fernblick

Die feine Kulinarik Vorarlbergs zeichnet sich seit jeher durch ehrliche, bodenständige Produkte aus. Einfache Gerichte, die oft tief in den Kindheitserinnerungen verwurzelt sind, erfahren heute eine verdiente Wertschätzung.
Um dir den Einstieg in diesen Genuss besonders leicht zu machen, wartet bei deiner Ankunft im Hotel Fernblick bereits eine Packung der knusprigen Chips auf deinem Zimmer. So kannst du den berühmten Vorarlberger Riebelmais direkt bei der Anreise verkosten.


Häufig gestellte Fragen (FAQ) zum Vorarlberger Riebel

Was ist der Unterschied zwischen Riebel und Polenta?
Obwohl beide Gerichte auf Mais basieren, unterscheidet sich der Vorarlberger Riebelmais deutlich von herkömmlicher Polenta. Während Polenta meist als cremiger Brei serviert wird, besticht der Riebel durch seine typisch krümelige Konsistenz, die durch das langsame, knusprige Anbraten in der Pfanne entsteht.

Kann man den Riebel am nächsten Tag nochmals braten?
Ja, hervorragend sogar! Der abgekühlte Riebel lässt sich am Folgetag einfach mit etwas Butter in der Pfanne erneut rösten. Das typische, ständige „Riebeln“ (Zerstechen und Wenden) sorgt dafür, dass die Brösel wieder wunderbar knusprig werden. Besonders zum Frühstück schmeckt diese Variante herrlich zu einer Tasse Kaffee.

Hier seht ihr unseren Küchenchef Florian bei der Riebel-Zubereitung: Youtube

Florian Ganahl

Küchenchef

„Kochen ist meine Art, Geschichten zu erzählen – mit den Zutaten unserer Heimat.“ Florian Ganahl ist der kreative Kopf hinter der Küche des Fernblicks. Er verbindet regionale Produkte mit moderner Kochkunst und überrascht mit raffinierten Menüs, die den Geschmack der Berge einfangen.

Im Blog gibt er Einblicke in saisonale Rezepte, kulinarische Trends und seine ganz persönliche Leidenschaft für gutes Essen.