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Montafonkunde 5: Den Schmugglern auf der Spur

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Ein Leben, wie es heute kaum noch vorstellbar ist. Über unwegsame Pfade transportierten wagemutige Männer wichtige Nahrungsmittel von der Schweiz ins Montafon und sogar bis nach Süddeutschland. Wir folgen den Schmugglern des Montafons auf ihrer gefährlichen Reise.


Florierender Handel im Verborgenen


Viele Jahrhunderte lang florierte der Handel zwischen der Schweiz und dem Montafon, doch durch die später hier verlaufende Staatsgrenze wurde dieses Geschäft illegal. Deshalb war das Schmuggeln im Montafon ein einträgliches Geschäft. In der „Kraxe“, einem hölzernen Tragekorb, der auf den Rücken geschnallt wurde, transportierten die Schmuggler die „heiße Ware“ über die Berge. Besonders beliebt waren dabei ungeröstete Kaffeebohnen, denn sie waren wegen ihres kaum vorhandenen Geruchs von den Zöllnern nicht zu erkennen. Deshalb nannte man die Karstlöcher im Gestein, in denen die Schmuggelware versteckt wurde, oft auch Kaffeelöcher.

Wichtige Produkte


Außer Kaffee wurden auch andere Lebensmittel wie Mehl, Salz und Zucker ins Montafon geschmuggelt. Besonderer Beliebtheit erfreuten sich auch Tabakwaren wie Zigaretten oder Zigarren. In die Schweiz brachten die Schmuggler währenddessen vorwiegend tierische Produkte wie Felle, Butter und Fleisch. Das Schmugglerleben war ein gefährliches. Wenn die Zollbeamten die Schmuggler erwischten, drohten den Männern hohe Geldstrafen oder bis zu fünf Jahre Haft. Auch gewalttätige Auseinandersetzungen zwischen Schmugglern und Zöllnern finden sich in den historischen Aufzeichnungen.

Einen Tag Schmuggler sein


Auf den Pfaden der Schmuggler ist auch heute noch einiges los. Mittlerweile können Sie hier die Reise der verwegenen Männer nacherleben. Wandern Sie über das St. Antönier Joch vorbei am Gafiersee auf das Gafierjoch. In diesem Grenzgebiet zwischen dem Montafon und der Schweiz gibt es für Familien sogar einen Rundwanderweg im „Schmugglerland“. Vom Restaurant Schafberg Hüsli in Gargellen aus erleben Sie zusammen mit dem Maskottchen „Schmuggi-Luggi“ in verschiedenen Stationen das Schmuggler-Dasein. Die Stationen „Schleichweg“, „Auf der Flucht“ oder „Gäßscherm“ (eine alte Holzhütte) versprechen Nervenkitzel.


Zum Glück müssen Sie sich nach Ihrem Schmuggler-Abenteuer jedoch nicht in unbequemen Felsspalten und verfallenen Unterkünften verstecken. Genießen Sie den Komfort des 21. Jahrhunderts und entspannen Sie sich nach der aufregenden Tour in unserem Wellnessbereich.