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Endlich wieder Funkenbrennen

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Das heurige Funkenbrennen ist für die Mitglieder der Funkenzünfte im Montafon ein ganz besonderes. Denn nach dem Ausfall im letzten Jahr, freuen sich heuer alle wieder auf das einzigartige Schauspiel der Vorarlberger Volkskultur.


Hoch hinauf


Bis zu 30 Meter erreichen die meisten Funken im Montafon. Die Funkenzünfte stecken oft über 700 Arbeitsstunden in die Holzstöße, die vier-, sechs- oder achteckig sein können. Gefüllt wird der Funken dann mit alten Christbäumen, Stroh und Reisig. Auf der Spitze wird dann die Funkentanne montiert, an der die Funkenhexe befestigt wird. Diese Hexe, eine mit Schießpulver gefüllte Puppe, die oft in Lumpen gekleidet ist, soll mit ihrer Explosion den Winter austreiben und den nahenden Frühling begrüßen.


Los geht’s beim Sonnenuntergang


Bricht am Sonntagabend die Dunkelheit herein, wird der Funken entzündet und das Schauspiel beginnt. Begleitet von Musik, bestaunt das Publikum den brennenden Holzturm. Zusätzlich werden von mutigen Zuschauern brennende Fackeln geschwungen und in Tschagguns gibt es sogar ein Riesen-Fackelrad, das für atemberaubende Szenen sorgt. Wenn der Funken in sich zusammenfällt, bevor die Funkenhexe explodieren kann, bringt es angeblich Unglück. Wenn das passiert, beerdigt die Funkenzunft die Hexe eine Woche später in einer eigenen Zeremonie.

Minifunken als Ersatz

Letztes Jahr mussten die großen Funken-Feierlichkeiten aufgrund der Coronasituation leider ausfallen. Damit die Montafoner nicht vollkommen auf ihren Lieblingsbrauch verzichten mussten, ließ sich Martin Mangeng aus Vandans etwas einfallen. Er baute zusammen mit einem iranischen Flüchtlingsehepaar 80 cm hohe Minifunken und sorgte damit für viel Freude in der Region. Dieses Jahr werden wieder die originalen, großen Funkentürme abgebrannt. Am Bartholomäberg und in Gantschier können Sie am 5. März abends dabei sein.


Das Montafon – eine Region voller Bräuche


Nicht nur das Funkenbrennen ist im Montafon auch andere Bräuche werden in dieser Zeit zelebriert. In Gortipohl ist mit dem Scheibenschlagen sogar ein Brauch im immateriellen Kulturerbe der UNESCO. Dabei werden glühende Holzscheiben durch die Luft geschleudert. Außerdem gibt es noch einen köstlichen Brauch, der am Funkensonntag nicht fehlen darf, die „Funkenküchlein“. Die in heißem Fett gebackenen Küchlein sind eine Spezialität der Region, die wir natürlich auch im Fernblick servieren.