So schmeckt das Montafon

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Wenn aus einer einfachen Zutat etwas Besonderes wird, dann steckt mehr dahinter als nur ein gutes Rezept. Im Fe_rnblick Montafon beginnt Genuss oft ganz in der Nähe – auf einem Hof, einer Alm oder in einer kleinen Manufaktur, wo mit Herz und Hand gearbeitet wird. Dieses Rezept erzählt die Geschichte einer regionalen Zutat, die den Geschmack der Heimat auf den Teller bringt – ehrlich, unverfälscht und mit einer Prise Fe_rnblick-Charme. 

 

Montafoner Sauerkäseterrine mit Tomatenkern 

Der Montafoner Sura Kees ist ein traditioneller, fettarmer Sauermilchkäse, der durch natürliche Säuerung und Reifung ohne Lab hergestellt wird und einen mild-würzigen Geschmack mit typischer, leicht bröseliger Konsistenz besitzt.
Rezept für 10 Portionen als Vorspeise
 

Tomatenkern 

Zutaten:

  • 100 g geschälte Tomaten aus der Dose (Pulpe oder stückige Tomaten)
  • 1 kleine Prise Kräuter der Provence oder italienisches Kräuterdressing
  • 1 sehr kleine Knoblauchzehe oder ⅛ TL Knoblauchpaste
  • 1,5 Blatt Gelatine
  • 1 Prise Salz
  • 1 Prise gemahlener weißer Pfeffer

Zubereitung:

Weichen Sie zunächst die Gelatine in kaltem Wasser ein und lassen Sie sie etwa fünf bis zehn Minuten quellen. In der Zwischenzeit mixen Sie die Tomaten gemeinsam mit Knoblauch, Salz, Pfeffer und Kräutern zu einer feinen Masse. Erwärmen Sie anschließend einen kleinen Teil dieser Tomatenmischung leicht in einem Topf, drücken Sie die Gelatine aus und lösen Sie sie darin vollständig auf. Rühren Sie die Gelatinemischung zügig unter die restliche Tomatenmasse. Legen Sie nun eine dreieckige Terrinenform mit Klarsichtfolie aus und füllen Sie etwa ein Drittel der Tomatenmasse hinein. Stellen Sie die Form in den Kühlschrank und lassen Sie die Masse mindestens ein bis zwei Stunden, besser jedoch über Nacht, fest werden. Ist die Masse fest, stürzen Sie sie vorsichtig aus der Form und stellen Sie sie beiseite.
 

Sura Kees Masse 

Zutaten:

  • 200 g Montafoner Sura Kees (alternativ Frischkäse
  • 17 g Schlagobers (ca. 1,5 EL)
  • 1 Blatt Gelatine
  • 1 Prise Salz
  • 1 Prise gemahlener weißer Pfeffer

Zubereitung:

Weichen Sie die Gelatine in kaltem Wasser ein. In der Zwischenzeit pürieren Sie den Sura Kees (oder alternativ Frischkäse) mit dem Mixer zu einer glatten Creme und würzen Sie diese mit Salz und Pfeffer. Erwärmen Sie anschließend einen kleinen Teil der Käsemasse, drücken Sie die Gelatine aus und lösen Sie sie darin vollständig auf. Rühren Sie die Gelatinemischung gleichmäßig unter die restliche Masse. Heben Sie nun das geschlagene Obers vorsichtig unter. Legen Sie die Terrinenform mit Klarsichtfolie aus und füllen Sie etwa die Hälfte der Käsecreme ein. Platzieren Sie den vorbereiteten Tomatenkern mittig in der Form und bedecken Sie ihn vollständig mit der restlichen Masse. Streichen Sie die Oberfläche glatt und stellen Sie die Terrine anschließend für mindestens vier Stunden kühl.
 

Tomatenchips

Zutaten:

  • 2 reife Tomaten
  • 2 EL Olivenöl
  • 1 Prise Salz
  • 1 Prise italienische Kräuter

Zubereitung:

Schneiden Sie die Tomaten in sehr dünne Scheiben. Vermengen Sie in einer Schüssel Olivenöl mit Salz und fein gehackten Kräutern und geben Sie die Tomatenscheiben dazu. Vermischen Sie alles behutsam, sodass die Tomaten gleichmäßig mariniert sind. Legen Sie die Scheiben anschließend nebeneinander auf ein mit Backpapier belegtes Blech – achten Sie darauf, dass sie sich nicht überlappen. Trocknen Sie die Tomaten im vorgeheizten Ofen bei 100 °C (Ober-/Unterhitze) für etwa ein bis zwei Stunden. Klemmen Sie dabei einen Holzkochlöffel in die Ofentür, damit die Feuchtigkeit entweichen kann. Lassen Sie die Chips nach dem Trocknen vollständig abkühlen – dabei werden sie besonders knusprig.
 

Paprikahippen

Zutaten:

  • 50 g Mehl
  • 50 g flüssige Butter
  • 50 g Eiweiß (ca. 1–2 Eiweiß)
  • 1 TL Paprikapulver edelsüß
  • 1 Prise Salz

Zubereitung:

Für die Zubereitung der Paprikahippen verquirlen Sie zunächst das Eiweiß mit einer Gabel, bis es leicht schaumig ist – es soll nicht steif geschlagen werden. Rühren Sie anschließend die weiche Butter, das Mehl, edelsüßes Paprikapulver und eine Prise Salz ein, bis eine glatte, streichfähige Masse entsteht. Legen Sie ein Backblech mit Backpapier aus und verteilen Sie kleine Kleckse der Masse darauf. Streichen Sie diese möglichst dünn aus – etwa 1 bis 2 Millimeter – damit die Hippen später schön knusprig werden. Backen Sie die Masse im vorgeheizten Ofen bei 180 °C (Ober-/Unterhitze) für etwa 6 bis 8 Minuten, bis die Ränder goldbraun sind. Nehmen Sie die Hippen direkt aus dem Ofen und legen Sie sie noch heiß über ein Nudelholz oder ein Glas, um sie in Form zu bringen. Lassen Sie sie vollständig auskühlen.
 

Brennnesselsalat

Zutaten:

  • 200 g junge Brennnesseln (alternativ Spinat oder Mangold)
  • 1 Zwiebel
  • 2 festkochende Kartoffeln
  • 3 EL Essig
  • 4 EL Öl
  • 1 Prise Salz
  • 1 Prise gemahlener weißer Pfeffer 

Zubereitung:

Wir empfehlen bei der Verarbeitung der Brennnesseln Handschuhe zu tragen. Waschen Sie die Blätter gründlich und blanchieren Sie sie anschließend für zwei bis drei Minuten in kochendem Wasser. Gießen Sie die Brennnesseln ab, lassen Sie sie kurz abkühlen und hacken Sie sie grob. Schälen Sie nun die Kartoffeln, kochen Sie diese weich und lassen Sie sie ausdampfen, bevor Sie sie in Würfel schneiden. Würfeln Sie auch die Zwiebel fein und geben Sie alle vorbereiteten Zutaten gemeinsam in eine Schüssel. Verrühren Sie Essig, Öl, Salz und Pfeffer zu einem einfachen Dressing und heben Sie es unter die Kartoffel-Brennnessel-Mischung. So entsteht ein frischer, würziger Salat mit einer besonderen Note.
 

So wird das Gericht zum echten Montafoner Genussmoment:

Schneiden Sie die gekühlte Terrine in feine Scheiben, richten Sie sie gemeinsam mit dem Salat Ihrer Wahl an. Besonders gut schmeckt hierzu Brennnessel, Spinat oder Mangold. Ein letzter Tupfer Olivenöl, ein Hauch frischer Kräuter – und fertig ist ein Vorspeisenteller, der Heimat schmecken lässt.

Gutes Gelingen!
 

Florian Ganahl

Küchenchef

„Kochen ist meine Art, Geschichten zu erzählen – mit den Zutaten unserer Heimat.“ Florian Ganahl ist der kreative Kopf hinter der Küche des Fernblicks. Er verbindet regionale Produkte mit moderner Kochkunst und überrascht mit raffinierten Menüs, die den Geschmack der Berge einfangen.

Im Blog gibt er Einblicke in saisonale Rezepte, kulinarische Trends und seine ganz persönliche Leidenschaft für gutes Essen.